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Presse: Der Bitcoin hängt am Kohlestrom

Stefan Berger MdEP: „Nur ökologisch nachhaltig erzeugte Bitcoins sollten auf den Markt kommen.“

 

Aufgrund des schweren Grubenunglücks in einer chinesischen Kohlemine in Xinjiang Anfang April fehlte es, Medienberichten zufolge, den Bitcoin-Rechnern an Strom.

Der EU-Abgeordnete Stefan Berger (CDU, NRW) sieht die Rolle des Bitcoins in diesem Zusammenhang kritisch: “Das Unglück in Xinjiang deckt die noch immer anhaltende Abhängigkeit des Bitcoins von fossilem Strom auf. In Ländern wie China und Russland sorgt der Bitcoin für ein Comeback von Kohlekraftwerken.“

Gleichzeitig warnt er davor, das Krypto-Asset nicht per se zu verdammen: „Die intellektuelle Tiefe und Innovationskraft des Bitcoins sind nicht zu unterschätzen. Fragwürdig sind allerdings seine Abhängigkeit von Kohlestrom und die geografische Verteilung der Bitcoin-Mining-Farmen.

Berger fordert, das Bitcoin-Mining solle im Rahmen des Green Deals reguliert werden. „Crypto-Assets wie Bitcoins sollten nur auf den Markt gebracht werden, wenn sie ökologisch nachhaltig erzeugt wurden. Diesen Nachweis sollten die Bitcoin-Mining-Farmen erbringen“.

Analysen zufolge finden rund 70 % des Bitcoin-Minings in China statt, der Großteil davon in Xinjiang (https://cbeci.org/mining_map). Der Strom wird häufig durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern gewonnen (https://medium.com/crypto-lucid/enough-with-bitcoins-greenwashing-bitcoin-uses-mainly-fossil-energy-b83256d693bc).

 

Hintergrund:

Am 10. April brach Wasser in die Gänge des Kohlebergwerks Baiyanggou Fengyuan in der chinesischen Provinz Xinjiang ein schloss vorübergehend 21 Bergleute ein. Über 1500 Rettungskräfte pumpten das Wasser aus den Schächten.

Diverse Minen stoppten die Förderung, Kohle-Kraftwerke in der Region Xinjiang. Der Kohlestrom, den viele der Bitcoin-Rechenzentren für die Energieversorgung nutzen, stand danach nicht mehr zur Verfügung. Die Betreiber mussten zumindest vorerst abschalten. Ein Bitcoin-Kurs-Rutsch folgte am 17. April.

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