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Kein „Made in Germany, directed by China“

Das Corona-Virus stellt die deutsche Wirtschaft vor eine enorme Belastungsprobe. Es gilt zu verhindern, dass krisengeschwächte Unternehmen von chinesischen Investoren im Sonderangebot übernommen werden.

China ist der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik. Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von 205,7 Mrd. Euro zwischen beiden Ländern gehandelt. Mehr als ein Viertel aller Importe von China nach Deutschland ging nach Nordrhein-Westfalen.

Vor Monaten selbst schwer von der Krise getroffen, füllt die Volkrepublik als Phoenix aus der Asche nun die Lücken, die Corona aufgetan hat. Seien es Lieferungen medizinischer Güter, oder der Kauf geschwächter Unternehmen. Sprechen aus betrieblicher Sicht vielleicht Argumente für eine chinesische Übernahme, so geben wir doch den Zündschlüssel unserer Zukunftstechnologien aus der Hand – und dies zum Coronadiscount-Preis. „Made in Germany aber directed by China“ ist ein Oxymoron, das für Mittelstand und Großkonzerne gleichermaßen schädlich ist.

Ein wichtiger Schritt gegen Chinas neokoloniale Bestrebungen ist die Verschärfung der Außenwirtschaftsverordnung durch die Bundesregierung. Deutsche Unternehmen, die Arzneimittel und Impfstoffe herstellen, werden hierdurch besser vor Übernahmen von Investoren aus Nicht-EU-Staaten geschützt.

Auch für die Europäische Union gilt es, mit aller Härte durchzugreifen und zu beweisen: Europa ist angeschlagen, aber nicht abhängig. Zum einen ist es wichtig, über ein Moratorium für chinesische Investitionen zu sprechen. Zum anderen sollten wir unsere europäische Nachbarschaft wirtschaftlich stärker in den Blick nehmen. Anreize sollten geschaffen werden, um beispielsweise in Nordafrika produzieren zu lassen.

Die Stärke Europas fängt schließlich auch dort an, wo wir China klare Grenzen setzen.

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