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Konkrete Hoffnung für Herzinsuffizienzpatienten dank EU-Innovationsförderung

„Wecke mich nicht auf, wenn du gute Nachrichten hast“, sagte Napoléon Bonaparte einst. Leider haben es gute Neuigkeiten schwer, aus dem Schatten der schlechten herauszutreten, vor allem wenn es um Europa geht.

Zwei französische Unternehmen haben einen wichtigen Durchbruch bei der Entwicklung von Kunstherzen und Herzpumpen erreicht, das zehntausenden Menschen das Leben retten wird. Dies verdient besondere Aufmerksamkeit, denn die EU unterstützt via Kredite oder Beteiligungen die Unternehmen „CARMAT SA“ und „CorWave SA“, um sie weiterhin auf dem Kontinent zu halten. Mit diesen wahrhaftigen Herzensprojekten beweist die EU Handlungsfähigkeit und sichert rechtzeitig ihre technologische Unabhängigkeit in diesem hochsensiblen Bereich der „Kunstherzen“.

CARMAT SA und CorWave SA haben ihren Sitz in Paris (spätestens jetzt wäre Napoléon doch aufgeweckt worden). Zur Vollkommenheit der europäischen Idee kommt hinzu, dass die CARMAT SA Dank eines deutschen Zulieferers den technischen Durchbruch geschafft hat. Der Name des mittelständischen Zulieferers wird wie ein Schatz gehütet, damit die Konkurrenz aus aller Welt nicht aufgeweckt wird.

In Deutschland soll in einigen Monaten auch das erste kommerziell vertriebene Kunstherz von CARMAT SA implantiert werden, da die Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind und die Krankenkassen die Behandlungskosten übernehmen dürfen. Die Nachfrage ist groß: Pro Jahr benötigen zwischen fünfzig- und hunderttausend Patienten aufgrund einer Herzinsuffizienz ein künstliches Herzunterstützungssystem. Nur in den wenigsten Fällen erbringen die bisherigen Kunstherzmodelle einen Nutzen für die Patienten.

Die EU als Innovationstreiber und Finanzier, wenn Risikokapital notwendig ist

Zum Erfolg von CARMAT SA und CorWave SA hat die EU wesentlich beigetragen. Mithilfe des neuen European Innovation Council Fund investiert sie direkt in die Firma CorWave SA. Desweiteren unterstützte ein Kredit über 30 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB) die Firma CARMAT SA.

Europa war und ist ein Geburtsort von vielen Zukunftstechnologien. Trotzdem müssen sich kleinere Unternehmen aus finanziellen Gründen oftmals an mächtige Partner binden, die auch außerhalb der EU sitzen. In diesem Fall hat die EU-Kommission durch eine entschlossene Finanzierung dafür gesorgt, dass ein Eigengewächs auf europäischer Erde bleibt. Konkret erhalten Herzkranke eine Chance für ein Weiterleben!

In der EU sollte in Zukunft mit Innovationen gerechnet werden – diese gute Nachricht will ich Unternehmen in NRW und Deutschland übermitteln. Ich will auch Sie gerne zu einer Bewerbung beim European Innovation Council Fund ermutigen.

 

© Foto Beitragsbild: CDU / Tobias Koch

© Fotos: CARMAT SA

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