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Presse: Visa startet Transaktionen mit USD-Coins auf Ethereum

Berger: „Wir brauchen CBDC anstatt einer Coin-Kleinstaaterei“

Visa hat heute angekündigt, Transaktionen mit dem USD Coin (USDC) zu erlauben. Der Stablecoin USDC ist direkt an den US-Dollar gekoppelt. Eine Einheit USDC entspricht damit einem US-Dollar.

Der Europaabgeordnete Stefan Berger (CDU, NRW) sieht das Pilotprojekt von Visa als Weckruf für die Europäische Zentralbank: „Stablecoins erfahren vor allem seit Facebooks Ankündigung seiner eigenen Digitalwährung große Aufmerksamkeit. Nun hat sich Visa mit Crypto.com zusammengeschlossen, um Transaktionen des Stablecoins USD Coin mit Visa über Ethereum (ETH) abzurechnen. Klar ist, dass am Ende des Geldes weder die Diem Association, noch Coinbase oder sonst ein Unternehmen sitzen sollte, sondern Zentralbanken.

Berger betrachtet den Vorstoß Visas als Ergebnis des immer größer werdenden Interesses von Unternehmen und privaten Verbrauchern an Krypto-Assets. „Die Krypto-Akzeptanz wird weiterhin steigen. Es wird sich nicht die Frage stellen, ob wir Kryptowährungen benutzen werden, sondern wer sie herausgeben und kontrollieren wird. Anstatt einer Coin-Kleinstaaterei brauchen wir digitales Zentralbankgeld. Die Europäische Zentralbank sollte den digitalen Euro daher schnell herausgeben, und den Bedürfnissen der Europäer in einer digitalen Finanzwelt endlich gerecht werden.

Hintergrund:

Crypto.com, eine der weltweit größten Krypto-Plattformen, gibt bereits Visa-Kreditkarten heraus, mit denen man Kryptowährungen ausgeben kann. Jedoch rechnete der Dienst den jeweiligen Betrag bisher in Fiatwährungen um; auch der Händler erhält kein Krypto-, sondern Fiatgeld. Dies dürfte sich nach Visas heutigen Ankündigung bald ändern. Anstatt die Summen in US-Dollar zu verrechnen, wird die Transaktion über USDC durchgeführt und auf der Ether-Blockchain finalisiert

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